Die Lehre der Syrisch-orthodoxen Kirche

Die Syrische Kirche leitet ihre Lehren ab von der göttlichen Inspiration, geoffenbart in der Heiligen Schrift, wie sie von den heiligen Vätern ausgelegt wird, und von den Traditionen, die wir von den heiligen Aposteln empfangen haben.

Sie akzeptiert und unterschreibt den Glauben, wie er von den drei heiligen Ökumenischen Konzilien definiert wurde von Nicea (Nizäa, 325 n .Chr.), Konstantinopel (381 n. Chr.) und Ephesus (431 n. Chr.).

Eine Zusammenfassung ihrer wichtigsten Glaubenslehren

1.) Sie glaubt, dass Gott, der Allerhöchste ist, einer in drei verschiedenen Personifizierungen (Qnume): der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, und dass diese Personen gleich sind in jeder Hinsicht.

2.) Sie glaubt, dass die zweite Person der Heiligen Dreifaltigkeit vom Himmel auf die Erde herabkam, im Leib der Jungfrau wohnte, von ihr durch den Heiligen Geist einen vollständigen menschlichen Leib annahm und so fleischgewordener Gott wurde.

3.) Sie glaubt, dass unser Herr und Meister Jesus Christus ganz Gott ist und zu derselben Zeit ganz Mensch ist, und dass er eine Person ist von zwei Personen her, und eine Natur von zwei Naturen her, ohne sich zu mischen oder zu verschmelzen oder sich zu verändern.

4.) Sie glaubt, dass der menschgewordene Gott gekreuzigt wurde, starb und beerdigt wurde. Bei all diesem wich die Göttlichkeit nicht, weder von seiner Seele noch seinem Leib. Dass er auferstand von den Toten am dritten Tag und die Menschheit vom Tod, vom Teufel und von der Sünde rettete. Die Kirche erwartet sein Kommen zu jeder Zeit.

5.) Sie glaubt, dass der Heilige Geist, die dritte Person der heiligen Trinität vom Vater allein ausgeht.

6.) Sie glaubt, dass die heilige Maria, die Jungfrau, von ihrem Vater Joachim und ihrer Mutter Anna in der Erbsünde geboren wurde. Dann wurde sie gereinigt durch das Herabkommen des Heiligen Geistes auf sie. Das Wort Gottes wohne in ihrem Leibe und wurde von ihr geboren. Deshalb betrachten wir sie als die „Mutter Gottes“ (Theotokos).

7.) Die Kirche glaubt an die Fürsprache der Heiligen, der Märtyrer und der siegreichen Gerechten. Sie verehrt ihre Reliquien und feiert ihre Feste.

8.) Die Kirche betet zugunsten der Toten, indem sie für sie Gottes Gnade und Vergebung erbittet.

9.) Die Kirche spendet die sieben heiligen Mysterien/Sakramente (roze), nämlich: a) die Taufe, b) das heilige Chrisam, c) die Eucharistie, d) die Beichte, e) die Salbung der Kranken (Krankensalbung), f) die Ehe und g) die Priesterweihe.

10.) Die Kirche glaubt an die Auferstehung des Leibes mit seiner Seele am Tage des Gerichtes beim zweiten Kommen Jesu Christi. Jeder wird die ihm zukommende Belohnung empfangen.

Reden über den Glauben von Mor Ephrem der Syrer