Jakob von Nisibis, Bischof, Heiliger, + 338. Jakob zählt zu den großen Eremiten des frühchristlichen Orients. In den aramäischen Tur-Abdin Bergen führte er zusammen mit Eugen (Augin), dem Gründer des persischen Mönchtums, ein höchst asketisches Leben. Wohl ob dieser Haltung wurde er 309 zum Bischof von Nisibis gewählt; ein Amt, das er zwar ungern, aber doch aus Verantwortung gegenüber den schwierigen politischen Zeitumständen annahm. Sieben Jahre lang ließ er in der Folgezeit in Nisibis die berühmte "große Kirche" bauen, die seinen Namen trug, die in ihren Ruinen noch heute sein Grab enthält. Auf dem 1. allgemeinen Konzil zu Nicäa verfocht J. die von Kaiser Konstantin des Großen begünstigte Lehre des Athanasius (s.d.), die des Arius verdammte er. Es bleibt umstritten, ob Ephraem (s.d.), der J. als seinen Lehrer bezeichnet, zusammen mit diesem in Nicäa weilte, die zeitlichen Umstände, vor allem das jugendliche Alter Ephraems sprechen dagegen. Nach dem Konzil pilgerte J. nach Jerusalem, er nahm dort an der Einweihung der 1. Grabeskirche teil. Nach seiner Rückkehr verbrachte er seine letzten Lebensjahre in der steten Sorge, seine Stadt Nisibis gegen den Ansturm der persischen Sassaniden zu verteidigen. ausführlich hier